Aktuelles


Informieren Sie sich bei uns über neu entstandene Pflichten als Arbeitgeber. Wir beraten Sie gern und kompetent.

Gefährdungsbeurteilung der psychischen Belastungen am Arbeitsplatz

Seit Ende 2013 fordert das Arbeitsschutzgesetz explizit eine Gefährdungsbeurteilung  der psychischen Belastung am Arbeitsplatz. Das bedeutet, Unternehmer müssen psychische Gefährdungen der Beschäftigten, die bei der Arbeit auftreten, ermitteln und dokumentieren. Bei Bedarf sind laut Gesetz Maßnahmen zu ergreifen, um die Gefährdungen zu minimieren.
Diese Aufgabe ist für betriebsinterne Personen besonders schwierig. Die Beurteilung wird von den Beschäftigten oft als Eingriff in ihre Privatsphäre gesehen.
 Es entstehen Ängste wie:

  • es wird meine Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit beurteilt
  • der Arbeitgeber möchte nur „testen“ ob ich den Anforderungen gewachsen bin
  • es entsteht mir ein persönlicher Nachteil.

Aber auch hier werden, wie bei einer „normalen“ Gefährdungsbeurteilung  nur Fehlbelastungen und Gefährdungen bei Tätigkeiten aufgenommen und ausgewertet.
Aus den genannten Gründen ist gute Planung, Vorbereitung sowie die Aufklärung der Mitarbeiter über Ziele und Methoden der Gefährdungsbeurteilung sehr wichtig. Bei richtiger Durchführung können Gefährdungen anonym erfasst und so beurteilt werden, dass die Rechte der Beschäftigten gewahrt werden, aber die Ergebnisse auswertbar sind und Unternehmer sowie Mitarbeitern gleichermaßen helfen.
 


Sonnenschutz bei Arbeiten im Freien

Bei Arbeiten im Freien, sind Schutzmaßnahmen gegen UV-Einstrahlung unbedingt notwendig. Es können gerade in der Hochsommerzeit vielfältige Gesundheitsschäden auftreten. Die Palette reicht vom Sonnenbrand über einen Hitzeschlag bis zur Schädigung der Augen. Bei Einwirkung über Jahre kann sogar Hautkrebs entstehen. Seit 2015 sind einige Formen des weißen Hautkrebses, die durch Sonnenstrahlung verursacht werden, als Berufskrankheit anerkannt. Bereits bei regelmäßigen „Sonnenbaden“ über 15 Minuten sollte der Arbeitgeber mit Hilfe einer Gefährdungsbeurteilung Risiken erkennen und Schutzmaßnahmen für die Beschäftigten festlegen. Natürlich kann man nicht alle Outdorarbeiten in den Herbst verlegen. Aber durch vielfältige Maßnahmen kann man die Risiken für die Mitarbeiter minimieren. Verschattungen durch technische Lösungen wie zum Beispiel Sonnensegel oder Schutzdächer sind oft möglich. Auch sollte geprüft werden, ob die Arbeitszeit in die Morgen- oder Abendstunden verlagert werden kann. Nicht zuletzt sollten sie darauf achten das von Ihren Mitarbeitern geeignete Kleidung getragen wird. Geeignet bedeutet in diesem Fall, die Arbeitskleidung muss möglichst viel Haut bedecken. Denken sie auch an die Beschaffung einer schützenden Kopfbedeckung. Sonnencreme bitte nur verwenden wenn andere Schutzmaßnahmen nicht möglich sind. Technische und organisatorische Maßnahmen haben den Vorrang.
 


Mutterschutzgesetz

Seit 2018 sind die wesentlichen Neuregelungen zum Mutterschutz im „Gesetz zur Neuregelung zum Mutterschutz“ in Kraft getreten.

Das neue MSchG beinhaltet diese neuen Arbeitgeberpflichten zum Schutz für Mütter:

  • Der Arbeitgeber ist ausdrücklich aufgefordert Beschäftigungsverbote aus betrieblichen Gründen zu vermeiden. Das bedeutet die vorherige Ausschöpfung aller Maßnahmen um „unverantwortbare Gefährdungen“ zu vermeiden.
  • Daraus folgt die Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung für jeden im Betrieb vorkommenden Arbeitsplatz, um Gefährdungen einschätzen zu können, als gesetzliche Pflicht des Arbeitgebers. Können Arbeitgeber keine dokumentierte Gefährdungsbeurteilung nachweisen drohen ab 1/2019 Bußgelder.

Änderungen erfolgen auch beim Verbot von Nacht- und Sonntagsarbeit:

  • Keine Arbeitsverbote gegen den Willen der Schwangeren (auch bei Sonn- und Feiertagsarbeit).
  • Behördliches Genehmigungsverfahren für Arbeiten zwischen 20 und 22 Uhr.   

Arbeitsplatzgrenzwerte für Feinstaub verschärft

Die Arbeitsplatzgrenzwerte der TRGS 900 von 02/2014 treten endgültig in Kraft. Nach einer Übergangsfrist gelten ab 01/ 2019 die neu festgelegten Grenzwerte für A-Staub von 1,25 mg/m³ am Arbeitsplatz. Diese Grenzwerte, zusammen mit der geforderten Vorgehensweise zum Schutz der Beschäftigten vor Feinstaub, stellen sehr hohe Anforderungen, die es umzusetzen gilt.


Baustellensicherheit - ASR A5.2

Die ASR A5.2 Anforderungen an Arbeitsplätze und Verkehrswege auf Baustellen im Grenzbereich zum Straßenverkehr - Straßenbaustellen ist seit 12/2018 in Kraft gesetzt. Nach einer Vorveröffentlichung 2014 tritt nun die ASR A5.2 in Kraft. Sie gibt Sicherheitsabstände, maßgebliche Arbeitsplatzbreiten und einzusetzende Schutzeinrichtungen für Arbeitsplätze im Grenzbereich zum Straßenverkehr vor.